Donnerstag, 22. Juli 2021

AN-DEUTUNGEN: Meditative Texte und Anregungen - Übersichten und Zugänge

Foto: InterReligiöse Bibliothek (IRB) - Original: Karin Kirste


 




Blogger: Reinhard Kirste


Alle Texte und Bilder nach den Lizenzbedingungen von Creative Commons 

------ Begegnung mit Thomas von Kempen ------------------------- Gott füllt in leere Gefäße ----------

Taufschale in der Kreuzkirche Herne (Foto: InterReligiöse Bibliothek, IRB)

DAS GÖTTLICHE SCHÖPFEN

Wie soll ich
nach innen schauen,
wo sich doch das Auge
nach außen richtet?

Wie soll ich mich
kehren in mich,
wo doch ständig die Hände
greifen nach vorn? 

Wie soll ich denn
zu mir kommen,
fahr ich doch stets und ständig
weg von mir selbst?

                               Wie soll ich,
                               wenn ich will,
                          aber nicht kann, oder?

         Wie die Quelle 
                                     urplötzlich die Tiefe durchbricht
                       und meine Tiefe erfüllt,
              so hört das Fragen
              mit einem Mal auf.
                Ich kann auf ein Mal
                    frei und ungezwungen
                                              das Unendliche, das Göttliche schöpfen
                      - in mir!


ZUM GE-LASSENEN SELBST-SEIN

Sammeln, sich sammeln, aufsammeln,
gesammeltes Wesen,
gegründetes Ich
der übliche Weg,
aber dann
der Weg zum gelassenen Selbst -
die Dinge beiseite geschoben -
weg-lassen, ver-lassen, ge-lassen.
Im Verlassen
hinter das Ich kommen
und sich Selbst finden.
Das ist ein Grund,
nicht entdeckt, sondern auf-gefunden
und neu gegründet jenseits vom Haben,
jenseits vom Dasein,
gegründet ins Sein.


Denn der Herr gibt seinen Segen dort,
wo er leere Gefäße findet
.
(4. Buch, Kap. 15,3)

Thomas von Kempen (um 1380 - 1471), niederrheinischer Mystiker zur Richtung der "Devotio moderna" gehörend. Er wurde durch sein Buch: Von der Nachfolge Christi (ursprünglich in Latein: De imitatione Christi) weltbekannt. Es gilt als das meistgedruckte Buch nach der Bibel. 
"Dieses Buch wurde fast so häufig gelesen wie die Bibel: wie ein Mönch vor 600 Jahren einen Bestseller schrieb. Thomas a Kempis verfasste ein Buch, das lange in fast jedem christlichen Haushalt zu finden war. Die «Nachfolge Christi» bot spirituelle Stärkung und praktische Lebenshilfe" (Bernhard Lang, NZZ, 21.07.2021).

Thomas von Kempen, zeitgenössisches Gemälde in Zwolle (wikipedia)

Thomas von Kempen im Zusammenhang
von Meditation, Kontemplation Mystik und MystikerInnen >>>
Lizenz: CC



Sonntag, 18. Juli 2021

Günter Faust: Krankenhauspredigten

Aus dem hl. Evangelium nach Markus Mk 6,30-34
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. 
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.


Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Mitarbeitende!
Die Schulferien haben begonnen. Die Menschen sind urlaubsreif. Sie sehnen sich danach, abschalten zu können und bei sich anzukommen und zu sich zu finden. Wir halten Ausschau nach alter Normalität trotz Pandemiezeit. Wir würden gern einfach nur entfliehen. Und dann gibt es auch neben diesen Wünschen von uns auch diejenigen, die andere Vorstellungen vom Leben haben.

Ich nehme zurzeit die Bilder aus Mallorca zur Kenntnis, wo Gruppen von englischen und deutschen Urlaubern sich an keine Auflagen halten. Sie machen damit anderen, die sich auch die Erholung verdient haben, die Möglichkeit zu unbeschwertem Abschalten zunichte. Ich kann aber genauso wenig die Bilder überfüllter Fußballtempel in London, St. Petersburg oder anderer Orte verstehen. Auch hier müssen sich FIFA, UEFA und DFB hinterfragen lassen, welche Beispiele sie Menschen geben. Die Zahl der dort Neuinfizierten ist nicht gering. Ist denn die Ausgelassenheit und das über die Stränge schlagen und sich an keine Grenzen halten, das lang Ersehnte und Wichtige?

Wenn ich Menschen zuhöre, dann werde ich mit der Sehnsucht nach Abschalten, Auftanken, Ruhe und Alltag vergessen konfrontiert. Ich möchte auch mal wieder etwas anderes sehen. Das Leben genießen möchte ich auch mal wieder. Sonne und Wärme auftanken gehören dazu wie die Unbeschwertheit, die uns schon lange abhandengekommen ist.
Dann sehe ich die verheerenden Bilder in unserer Stadt Hagen. Die betroffenen Menschen haben alles andere im Sinn, als jetzt in Urlaub fahren zu können. Sie sehen zum Teil ihre Existenz bedroht. Wir merken, wie schnell doch aufgrund von Naturgewalten ein ganzes Kartenhaus in sich zusammenbrechen kann. Die Betroffenen hoffen darauf, von anderen mit aufgefangen zu werden. Ich sehe die vielen Helfer aus dieser Stadt oder auch aus der Umgebung. Menschen rücken zusammen und tun, was ihnen nur möglich ist. Ein Pflegeheim muss evakuiert werden und andere Heime und unsere Krankenhäuser sind sofort bereit, die Gäste für den Übergang aufzunehmen.
Aus manchem Gespräch wurde ich gewahr, was es heißt,
als pflegebedürftiger 
Mensch hilflos den Dingen ausgeliefert zu sein.   8. Juli 2021
Ich bin froh, wenn ich ein Dach über dem Kopf habe, aber auch eine Perspektive verspüre, 
wie es weitergehen kann. 
Die Fragen, die dann da sind, sind wesentlich existentieller.
Gerade diese beiden Situationen nebeneinander gestellt, können nicht extremer sein.
Für mich ist in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, dass es unterschiedliche Zeiten und Situationen gibt. Die Zeit des Auftankens und der inneren Ruhe ist genauso wichtig, um dann auch Zeiten durchstehen zu können, in denen ich wirklich extrem herausgefordert werde.

Jesus zeigt den Jüngerinnen und Jünger, dass die Sorge um sich selbst und die Sorge, das Dasein für andere zusammen gehören. Nicht umsonst gibt es den Ausspruch, dass einer, der nicht genießen kann, irgendwann auch ungenießbar wird. Wenn ich für mich etwas tue, für mich sorge, tue ich gleichzeitig auch etwas für andere und umgekehrt. Es ist wichtig, um die eigenen Bedürfnisse zu wissen und den Respekt und die Achtung vor anderen nicht zu vergessen.
Für manche ist es im Urlaub wichtig, sich nicht um alles kümmern zu müssen, sich auch mal an den gedeckten Tisch setzen zu können, sich bedienen zu lassen. Andere brauchen die Sonne und Wärme, äußerlich wie innerlich. Gemeinsam Erlebnisse zu haben, von denen wir noch lange erzählen können, sind aufbauend. Andere lassen sich von unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen inspirieren. Es gibt auch für manche die Möglichkeit, sich in die Abgeschiedenheit eines Klosters oder einer anderen Gemeinschaft zurückzuziehen. Egal wie die Wege und Möglichkeiten in unseren Urlaubszeiten aussehen, es geht nicht darum, unseren Alltag zu betäuben, vielmehr können wir über die Dinge nachdenken, die bisher liegengeblieben sind. Der Blick auf unser eigenes Leben ist genauso wichtig, wie der Blick auf andere, die mit ihrem eigenen Dasein für mich Anregung sein können.
Nicht nur die Pandemiezeit, nicht nur die Naturgewalten fordern mich heraus, es sind auch die Bilder, die sich so konträr zu meinen Vorstellungen verhalten.
Jesus hatte Mitleid mit den Menschen. Er hat sie nicht bedauert und sich damit zurückgezogen. Er nimmt ihre Situation wahr und begleitet sie in ihrer Situation. Er kennt ihre Sehnsüchte und ihr Verlangen. Er bietet ihnen Handwerkszeug an, mit dem sie umgehen und arbeiten können. Ein Hirte führt seine Herde zu den Gründen, in denen sie auftanken können und an denen sie in die nötige Kraft für die anstehenden Aufgaben bekommen.
Egal wie urlaubsreif Sie sind,
mit welchen Herausforderungen Sie konfrontiert sind,
was Sie zu Ihrem 
Wohlbefinden benötigen, seien Sie gewiss, dass in der Ruhe die Kraftquelle für etwas Neues steckt.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag
Ihr und Euer Pfarrer Günter Faust



Zum 11. Juli 2021
Aus dem hl. Evangelium nach Markus Mk 6,7-13
In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. Und sie zogen aus und verkündeten die Umkehr. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Mitarbeitende!
In den letzten Monaten seit dem Beginn der Pandemie haben die Müllabfuhr und die Wertstoffhöfe über eine hohe Belastung oder auch Überlastung zu klagen. Viele haben die Zeiten des Lock down genutzt, ihre Wohnungen oder auch Keller auszumisten. Wir haben gemerkt, wieviel Unnötiges wir im Laufe der Zeit angesammelt haben. Viele Dinge meinen wir, irgendwann doch noch mal gebrauchen zu können. Es wird dann durch die Aussage unterstrichen, dass wir etwas gebrauchen würden, wenn wir es gerade entsorgt hätten. Mir persönlich geht es auch nicht anders.
Ich habe aber auch eine andere Erfahrung gemacht. 
Mit zunehmender Nutzung des Internets stelle ich fest, dass in meinem Arbeitszimmer viele Dinge, die ich brauche, auch leichter im Netz unter bestimmten Stichworten zu finden sind. Ich merke, dass ausgelöst durch ein fundiertes Wissen, ich sehr schnell etwas recherchieren kann. Ich habe mir mit der Zeit Vieles an Grundlagen angeeignet. Vielleicht fällt es mir daher auch leichter, mich von manchen Dingen zu trennen. Ich weiß, dass ich mich über Dinge informieren muss. Aus meinem Studium ist mir die Aussage noch sehr vertraut, dass ich nicht alles sofort wissen muss, zwar einiges schon, bei anderen Zusammenhängen muss ich nur wissen, wo etwas steht.
Nehmt keinen Vorratsbeutel mit, den ihr nur unnötig tragen müsst. Befreit euch von unnützen Dingen. Jesus möchte uns darauf hinweisen, dass es uns und den anderen weiterhilft, wenn wir wieder anfangen, wirklich zuzuhören. Wir bringen uns selbst mit ins Spiel. Nicht mit einem Koffer voll Lösungen und Vorschlägen konfrontieren wir die anderen.
Begegnung geschieht im wirklichen Hören und Spüren. Wir sind gemeinsam auf der Suche nach Lösungen. Viele von uns tun sich leichter, anderen perfekte Lösungen anzubieten. Schwieriger und aufwendiger ist es allerdings,
sich Zeit für andere zu nehmen. Wir müssen nicht alles einfach nur abhaken. Gerade solche Dinge spüre ich in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen. Wir sind als Mediziner*innen schnell geneigt, Vieles nur noch unter dem Blickwinkel von DRGs zu betrachten. Wir reden von den guten alten Zeiten, in denen zunächst zugehört und nachgefragt wurde, bevor eine Diagnose gestellt wurde. Viele Dinge sind viel komplexer als auf den ersten Blick. In der Pflege wird die Belastung auch immer mehr, wir sind gezwungen zu priorisieren, um mit unseren Kräften gut haushalten zu können und nicht permanent über unsere eigenen Grenzen gehen zu müssen. 
Viele Dinge stehen in Wirtschaft und Politik unter einem hohen Druck. Oft bleiben dabei Menschen auch auf der Strecke. Nicht umsonst leiden Menschen . Juli 2021
unter der Situation und reagieren körperlich wie psychisch auf den erzeugten Druck. 
Aus dem seelsorglichen Umfeld weiß ich, dass Menschen nicht zwischen Tür und Angel begleitet werden wollen. Es kann manchmal zwar gut sein, ein kurzes gutes Wort zu sagen, viele Dinge erfordern auch einen tieferen Blick.
Wir stellen fest, dass zunehmend Menschen sich nach Halt, Ruhe und Orientierung sehnen. Dazu gehöre ich auch, nicht nur die anderen. Ich weiß, dass auch mein Tag nur 24 Stunden hat und ich auch meine Erholung und den Schlaf brauche.

Tim Bendzko hat vor einiger Zeit in einem Song davon erzählt, dass er nur mal kurz die Welt retten muss.
 „Noch 148 Mails checken - Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel - Muss nur noch kurz die Welt retten - Und gleich danach bin ich wieder bei dir.“
Zahlreiche SMS oder sonstige Botschaften können nur einen geringen Teil verändern. Ich weiß, dass ich diese Welt nicht retten kann, das wäre größenwahnsinnig, vielmehr ist diese Welt durch Jesus schon gerettet. Ich darf mich mit meinen Fähigkeiten und Begabungen einreihen.
Viele Menschen in der Gesellschaft trauen uns in der Kirche viele Dinge heute nicht mehr zu, weil Vieles durch Menschen in der Kirche verdunkelt worden ist. Doch gibt es auch viele Errungenschaften, durch die Menschen wieder zu sich gefunden haben. Wir könnten auch Viele aufzählen, vor denen wir noch heute hohen Respekt und Dank empfinden. Ich bin darüber glücklich, dass ich auch in meinen Krisenzeiten in der Kirche Menschen getroffen habe, die mich begleitet und mich weitergeführt haben.
Jesus sagt uns nicht umsonst, dass in dieser Welt genug auf uns wartet, er seine Jünger und Jüngerinnen je zu zweit, also nicht allein, ausgesandt hat. Sie sollen sich gegenseitig stärken. Denn auch diejenigen, die für andere da sind,
brauchen ihre Tankstellen. Vieles liegt nicht nur erst heute im Argen, vielmehr wiederholen sich die Dinge. Er hat die Menschen ermutigt, die Dinge beim Namen zu nennen. Wir haben unterschiedliche Fähigkeiten. Indem wir zu unseren Charismen, aber auch zu unseren Schwächen stehen, ermutigen wir auch andere, ihre eigenen Wege zu gehen. Jesus
geht es in seinem Auftrag darum, Nähe zuzulassen. Heilung geschieht gerade dadurch, dass ich empathisch bin, bei allem nötigen Respekt, Menschen auch in Krankheit körperlich nahe zu sein, einem Menschen die Hand aufzulegen und ihn zu berühren. Wir zeigen dadurch, dass der andere Mensch uns nicht egal ist. In dem wir uns aus manchen Situationen verabschieden, zeigen wir auch, dass wir keinen Menschen von uns abhängig machen wollen. 
Vielmehr geht es um die Freiheit jedes einzelnen Menschen.
Beruhigend für mich ist es, dass die Welt schon gerettet ist, schön, dass ich meinen Anteil zu einer besseren Welt beitragen kann, herausfordernd ist es aber besonders, akzeptieren zu müssen, dass es manche gibt, die nichts verändern wollen und das Vieles so bleiben wird, wie es bisher schon immer gewesen ist.
Dabei hilft mir ein Gebet von Reinhold Niebuhr: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Die positiven Erfahrungen unseres Lebens und unseres Glaubens möchte ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich möchte aber auch die Menschen ermutigen, durch den Glauben motiviert, sich auf den Weg zu machen. Wir sehen alle die zahlreichen Brandherde unserer Zeit. Wenn wir alle nur einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Welt besser
wird …
Aus Lateinamerika gibt es den Ausspruch: „Wenn einer alleine träumt, bleibt es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag
Ihr und Euer Pfarrer Günter Faust



Zum 04. Juli 2021
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 6,1-6.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge.
Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das alles?
Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Machttaten, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort keine Machttat tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Mitarbeitende!
Wenn ich mit vielen Eltern oder Großeltern zusammenkomme, erzählen sie voller Stolz von ihren Kindern oder Enkelkindern. Sie freuen sich darüber, was sie schon alles können, wenn sie noch jung sind. Wenn sie schon älter sind, berichten sie davon, was aus ihnen geworden ist. Ähnlich ist es auch in der Verwandtschaft. Die andere Seite ist aber auch das Unverständnis, wenn die Kinder ihre eigenen Wege gehen, ihre anderen Vorstellungen offenbaren, wenn sie nicht mehr das machen, was wir ihnen zugeschrieben haben, was wir von ihnen erwarten. Sie spielen nicht mehr mit.
Wir sind stolz, aber können es auch nicht so ganz verstehen, wenn die Kinder was Besonderes sind. Ob es dann der Neid der anderen ist oder ob bestimmte Wege vorgezeichnet sein müssen.
Eltern können nicht immer erwarten, dass die Kinder in ihre Fußstapfen treten, ggf. ein Geschäft, vorgezeichnete Wege übernehmen. Aber manche haben aber auch ihre besonderen Fähigkeiten und möchten sie nutzen. Sie gehen ihre eigenen Wege. Doch wir schreiben allerdings oft die Gedanken und Handlungsweisen gern für andere vor. Vieles wissen wir schon im Vorhinein besser und tun es auch ungefragt kund. Wie viele Bundestrainer haben wir in unserem Land in den letzten Wochen gehabt? Wie viele Geister meinen zu wissen, wie wir am besten durch die Pandemiezeit kommen? Viele Situationen sind eingefahren. Sie können nur weitergeführt werden, wenn ein Blick von außen dazukommt. Nicht umsonst werden Bereiche wie Supervisionen immer beliebter und notwendiger.
Als wenn wir uns im persönlichen Umfeld nicht mehr zugestehen würden, ob nicht mehr Möglichkeiten
für uns selbst vorhanden wären, schauen wir lieber nach außerhalb.
Wir können uns doch auch von den Kindern inspirieren, anregen und weiterführen lassen? Und zählt der Prophet in der Heimat wirklich nichts mehr? Stolz und Unverständnis.
Wir haben früher spaßeshalber gesagt, dass es gut ist, wenn wir unsere Eltern groß haben. Jüngere gehen mit vielen neuen Situationen viel unbedarfter um, Ältere leben vielmehr aus den Erfahrungen, die sie gemacht haben.
Ich möchte weder das eine gegen das andere ausspielen, 
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noch bestimmten Dingen ihre Berechtigung absprechen.
Entdecke, was in dir steckt. Genauso gehört es dazu, dass der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll. Was für mich das wichtige und weiterführende Denken in der Geschichte mit Jesu Ablehnung in seiner Heimat ist, dass er sich trotz alledem nicht entmutigen lässt. Er geht seinen eigenen Weg. Er ist sich seiner Möglichkeiten bewusst. Wir können es auch theologisch ausdrücken, dass er sich seiner Berufung gemäß verhält. So macht er vielen Menschen Mut, die andere Wege gehen wollen. Nicht die Tradition oder Ehre stehen im Vordergrund. Eine Zeit, die viele Veränderungen mit sich bringt, beinhaltet auch die Sorge, wie es weitergeht. Einige ziehen sich in ihre Burg oder Festung zurück, andere lassen sich aber auch auf neue Dinge ein, die spannend sein können. Bei allem kann man sagen, dass es nie langweilig werden wird. Jesus zeigt den Menschen seine große Offenheit, er weiß aber auch, wo seine Wurzeln liegen. Er rechnet nicht mit seiner Vergangenheit ab, vielmehr legt er den Menschen nahe, mit neuen Augen zu sehen und wahrzunehmen. Er möchte neue Wege gehen dürfen. Propheten haben die Aufgabe und das Recht, unbequem sein zu dürfen. Wenn wir weitergeführt werden sollen, werden uns auch Dinge begegnen, die uns nicht passen. Propheten sind nicht immer everybodies darling. Sie ecken an. Auch die christliche Botschaft muss den Menschen nicht nur nach dem Mund reden. 
Ich denke an Bereiche wie die Diskussion um das Kirchenasyl, um die Solidarität mit den Flüchtlingen, die über das Mittelmeer zu uns kommen. Dazu kommt auch, wie Menschen leben und leben wollen und wir es lassen. Die Botschaft fängt auch im eigenen Stall an, es hört auch dort nicht auf. Ich höre bei diesen Bereichen schon die Stimmen, wie ich so etwas doch in den Mund nehmen kann. Ja, Propheten dürfen anders sein. Sie werden nicht nur in der Heimat Gegenwind erfahren. Jesus denkt sich seinen Teil und geht weiter neue Wege. Diese sind aber notwendig.
Geben wir uns doch die nötige Freiheit und Offenheit, setzen wir uns aber auch mit unserer Geschichte auseinander. Auch hier liegen bei uns Sehnsüchte, die bei uns nicht erfüllt worden sind, freuen wir uns doch auch darüber, wenn andere ihre Wege gehen dürfen. Wir dürfen sie dabei auch begleiten. Die Offenheit und nicht in erster Linie die Tradition ist die Voraussetzung, dass etwas Neues entstehen kann.
Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag
Ihr und Euer Pfarrer Günter Faust




Zum 27. Juni 2021
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 5,21-24.35-43
Jesus fuhr wieder ans andere Ufer hinüber und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam einer der Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie geheilt wird und am Leben bleibt! Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger?
Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers.
Als Jesus den Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: 
Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Mitarbeitende!
Talita kum! Ich sage dir, Mädchen, steh auf!
In der heutigen Geschichte geht es um Zukunft, um Auferweckung. Aber um dies begreifen zu können, muss ich allerdings viel früher anfangen. Die Geschichte beginnt mit den drängenden Fragen unseres Lebens. Wenn ich Leben begreifen will und es zu schätzen weiß, muss ich mich zu den Eckpunkten unseres Daseins bekennen. Wir erleben immer beide Seiten der Medaille. Wenn ich immer nur denke, das Leben wird so weitergehen, betrüge ich mich auf eine gewisse Weise. Wer im Bereich des Krankenhauses arbeitet, muss sich mit der Frage des Leides und des Sterbens, wie auch dem Gesundungsprozess auseinandersetzen. Wenn ich mir nicht eine Antwort selbst geben kann, gerate ich
ins Schleudern. Die Frage nach Leid und dem Ungerechten im Besonderen fordert mich schon heraus. Besonders belastend wird es nach wie vor, wenn Kinder betroffen sind.

Wenn wir Menschen nicht mehr weiter wissen, versuchen wir die Verantwortung auf andere abzuschieben. Die andere Möglichkeit ist diejenige, es als gegeben hinzunehmen. Das ist halt so. Warum willst du dich denn noch abmühen? Es hat doch eh‘ keinen Zweck. Was soll´s. Wir geben manchmal zu früh auf. An einem solchen Punkt setzt Jesus in der heutigen Geschichte sein Wirken an. Auch wenn wir nicht weiterwissen, für Gott sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt. Der Vorsteher bittet Jesus zunächst um Heilung. Er vertraut ihm, seine Geschichte ist eine mit Vertrauen und Glaube. Und auch er muss erfahren, dass es trotz allem keinen Garantieschein gibt. Auch er wird in die kritischen Situationen geführt. Hör doch auf, weiter zu hoffen, wo es keine Hoffnung gibt, sagen die anderen. 
Wir müssen mit dem Unabdinglichen zurechtkommen. Sie halten Jesus für weltfremd, als er
ihnen sagt, dass das Mädchen nur schläft. Hast du sie noch? Aber er vermittelt ihnen eine andere Perspektive.
2021
Auch im Tod ist Leben. Nichts wird vergehen. Und am Ende der Geschichte sagt er banal, dass sie dem Mädchen etwas zu essen geben sollen, also etwas, was sie weiter am Leben erhält, was sie braucht.
Vieles ist in den letzten Monaten zusammengebrochen. Aber warum sollten wir einfach nur aufgeben statt weiter zu schauen? Menschen reden davon, dass sie mal alles hinter sich lassen und in den Urlaub fliegen wollen. Normalität oder Risiko? Wir merken, dass sich unser Leben grundlegend verändert hat. Wie wird denn nur alles weitergehen? 

Auch in der Kirche ist die Situation extrem. Strukturen brechen zusammen, vieles kommt ans Licht, was auch dort hin gehört. Und doch erlebe ich nicht nur den Untergang, sondern auch Punkte von Hoffnung. Reinhard Marx hat vor Kurzem das Wort Alfred Delp‘s aufgegriffen, das er 1945 in Plötzensee aufgeschrieben hat. Gut ist es einen Blick genauer drauf zu werfen. Was bedeutet es, wenn die Kirche an einem toten Punkt angelangt ist?
„Die Kirchen“, so schreibt Delp, „scheinen sich ... durch die Art ihrer historisch gewordenen Daseinsweise selbst im Wege zu stehen. Ich glaube, überall da, wo wir uns nicht freiwillig um des (wahren) Lebens willen von der (gewohnten) Lebensweise trennen, wird die geschehende Geschichte uns als richtender und zerstörender Blitz treffen. Das gilt sowohl für das persönliche Schicksal des einzelnen kirchlichen Menschen wie auch für die Institutionen und Brauchtümer. Wir sind trotz aller Richtigkeit und Rechtgläubigkeit an einem toten Punkt.
Die christliche Idee ist keine der führenden und gestaltenden Ideen dieses Jahrhunderts. Immer noch liegt der ausgeplünderte Mensch am Wege.“ (IV 321). Wir werden aufgefordert, von gewohnten Dingen Abschied zu nehmen, Abläufe in Frage zu stellen. 

Die jetzige Zeit erleben viele wie ein heftiges Erdbeben. Nichts ist mehr, wie es ist. Nichts ist mehr selbstverständlich. Wir sind ein Anbieter unter vielen. Wir müssen, wenn wir weiter existieren wollen, es auch zeigen, dass es gut ist, dass es die Kirche gibt. Es geht um die Daseinsberechtigung. Wir müssen uns auf andere Weise in die Gesellschaft einmischen. Es geht um den ausgeplünderten Menschen. Es geht um diejenigen, die zerstört, verletzt und an den Rand geraten sind. Es geht nicht um Erhaltung von Machtstrukturen, um die Erfüllung von Ämtern. Kirche kann nur wieder lebendig werden, wenn sie sich ihrer Wurzeln besinnt. 
Die Urchristenheit merkte, dass es nicht nur darum geht, das Wort zu verkünden. Sie sahen, wie viel Not existierte. Stellvertretend für eine geänderte Handlungsweise wählten sie Stephanus als ersten Diakon.
Bischof Jacques Gaillot hat es einmal so formuliert: Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts. Die Kirche muss wieder anfangen, in den Sprachen der Menschen zu sprechen. Dabei kann sie nicht nur sagen, wie es schon immer war. Sie kann sich vor der Not der heutigen Zeit nicht verschließen. Auch wenn manches nicht verkehrt war, ich darf nicht an Bedürfnissen und Fragen der Menschen vorbeigehen. Wenn ich mich selbst wahrnehme, mit den Fragen und Zweifeln, dem Angefochtensein, kann ich auch die anderen verstehen und sie erreichen.
Vielen Dinge mögen an einem toten Punkt angelangt sein und sind es auch.
Jesus möchte aber auch etwas in uns lebendig werden lassen. Glaube ist keine Pflichterfüllung. Vielmehr geht es um Leben und neue Wege. Es ist höchstens die Pflicht, den Glauben lebendig sein zu lassen. Er spricht das Mädchen an, erweckt in ihr neues Leben. Er durchbricht die Spirale des Todes. Und doch kommen heute immer neue Dolchstiche, die die Lebendigkeit zerstören, Situationen, die keiner so richtig versteht. 
Die elende Diskussion um die Haltung des US-Präsidenten und der Bischöfe ist nur ein Beispiel. Alfred Delp war selbst geprägt durch die konfessionellen Machtspiele, 
er ist zwischen die Mühlen der Macht geraten. Er hat bis zum Schluss dem Leben vertraut. Er soll kurz vor seiner Hinrichtung einem Kollegen gesagt haben, dass er in Kürze mehr wisse, als dieser. Vertrauen wir dem Leben, dem Lebendigen.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag
Ihr und Euer Pfarrer Günter Faust

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Lizenz CC 

Sonntag, 20. Juni 2021

Predigt-Materialien, Nacherzählungen, Gottesdienst-Entwürfe (aktualisiert)

Friedensreich Hundertwasser-BIBEL


Aufgrund jahrzehntelanger Gottesdienst-Tätigkeit in Gemeinde und Schule sind viele Predigten zu biblischen Texten, Andachten und neue Liturgieformen entstanden.

Sie werden hier in  Auswahl vorgestellt, dazu thematische Anregungen, 
Gebete und Meditationen.

Vielfältige Anregungen für Predigten
 und religiöse Reden >>>
 

Baldur Stiehl, Gottfried Abrath, Günter Faust,
Reinhard Kirste, Jakob Vetsch und --- Predigt-Datenbank
Steinerne Kanzel von 1486 
im Münster von Straßburg 
(wikipedia.fr)

Thematisches
  • Schulgottesdienst als Fest und Besinnung
    Theologisch-homiletische Einführung
    Gottesdienst Praxis Serie B ----  (Hg.:  Erhard Domay):
    Schulgottesdienste. 
    Gütersloher Verlagshaus 1989, S. 7-15
  • Unterwegs zum Leben. Gottesdienste mit Schülern
    der Sekundarstufe I und II.

    Dienst am Wort Bd. 36. Göttingen: V & R  1979, 144 S., Abb.
  • Gottes Liebe ist noch nicht zu Ende
    Schulgottesdienst zu 1. Mose 6-8: Noah- die Arche die große Flut
    In: Horst Nitschke (Hg.): Gottesdienste mit Schülern.
    Für Schulanfänger - Zur Schulentlassung - Während der Schulzeit - Zum Reformationstag.
    Gütersloher verlagshaus 1979, S. 80-84
  • Abendmahl am Morgen - Frühstücksgottesdienst in der Schule
    Zuerst veröffentlicht in: Gottesdienst Praxis Serie B ----  (Hg.:  Erhard Domay): Schulgottesdienste.Gütersloher Verlagshaus 1997, S. 135-137
  • Der Abendmahlsteil in Schulgottesdiensten
    Gottesdienst Praxis Serie B ----  (Hg.:  Erhard Domay): Schulgottesdienste.
    Gütersloher Verlagshaus 1989, S. 105-109
  • Auf dem Weg zu wahrer ökumenischer Gastfeundschaft
    Mehr als eine Problemanzeige

    Gottesdienst Praxis Serie B ----
    (Hg.:  Erhard Domay): Abendmahl.
    Gütersloher Verlagshaus 1998, S. 121-130
  • Jesus und Mohammed - eine Bildbetrachtung
  • Passion - Kreuzweg zum Leben
  • Passion:
    Ich kenne einen, der riskierte alles
    Gottesdienstpraxis Serie B: Passion
    Hg.: Horst Nitschke. Gütersloher Verlagshaus 1983, S. 57-73
  • Taufe
    Ein neuer Name - ein neues Ich.
    Überlegungen zum Thema Taufe und eine Aktion mit YtongsteinenGottesdienst Praxis Serie B ----  (Hg.:  Erhard Domay): Taufe. , V. Perikopenreihe, Bd. 4:
    10. Sonntag n. Trin bis Ewigkeitssonntag. Gütersloher Verlagshaus 1997, S. 29-32
  • Weitere Taufgottesdienste, siehe Bibelstellen
  • Trauung 1
    Persönliche Gedanken zur christlichen Trauung
    In: Horst Nitschke (Hg.) in Zusammenarbeit mit Hans Werner Dannowski / Jürgen Kleemann:
    Trauung. Gottesdienstmodelle, Gebet, Voten, Predigten, Besinnungen, Anleitungen.
    Gütersloher Verlagshaus 1975, S. 147-149
  • Trauung 2
    Elemente der Trauung
    In: Horst Nitschke (Hg.) in Zusammenarbeit mit Heinz-Dieter Knigge:
    Trauung 2. Predigten, Gebete, Voten, Besinnungen, neue Formen
    Gütersloher Verlagshaus 1979, S. 94-98
  • Am Grabe
    Predigten, Gebete, Predigtanalysen. Hg. Horst Nitschke 
    in Zusammenarbeit mit Hans Werner Dannowski / Jürgen Kleemann.
    Gütersloher Verlagshaus  1975
    Predigt: Euer Herz erschrecke nicht (Johannes 14,1-6)
    ... (aaO S. 115 [S. 114-117])
Morgenimpulse



Predigttexte, liturgische Anregungen, Erzählendes



  • Jesaja 42, 1-9: Gott gibt Lebensatem
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), VI. Perikopenreihe, Bd. 1:
    1. Sonntag im Advent bis Letzter Sonntag nach Epiphanias.. Gütersloher Verlagshaus 1995, S. 112-113

    den um Gerechtigkeit kämpfenden Hauptmann Moor in einen furchtbaren Gewissenskonflikt.


  • Jesaja 43, 1-7: Identität und Namensgebung
  • Jesaja 49, 1-6: Gescheiterte Hoffnung und dennoch Licht der Welt
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), V. Perikopenreihe, Bd. 4:
    10. Sonntag n. Trin bis Ewigkeitssonntag. Gütersloher Verlagshaus 2000, S. 74f
    Der Gottesknecht - ein Licht für die Welt
    Jesus erzählt einigen Engeln im Himmel aus seiner irdischen Geschichte: "40 Tage hatte ich mich aus dem Leben meiner Stadt zurückgezogen, mit mir und der Wüste allein. Ich hatte seit meiner Kindheit den Eindruck, dass etwas Besonders auf mich wartete, aber was das war, wurde mir erst in diesen 40 Tagen und besonders in den 40 Nächten des Fastens klar. Die inneren Erlebnisse ...
     
  • Jesaja 55, 6-13: Der Mensch im Kreislauf der Natur
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), V. Perikopenreihe, Bd. 2:
    Sexagesimae bis Kantate. Gütersloher Verlagshaus 2001, S. 9
  • Jesaja 60, 1-2: Licht im Dunkel
  • Jesaja 62, 1-12: Jerusalem oder Hoffnung auf die neue Stadt
  • Jeremia 29,1.4-14: Was ist das Beste für eine Stadt?
  • Daniel 12,1-7:  Lehrer der Gerechtigkeit auf dem Weg zur Weisheit
    (Erinnerung an Paul Schwarzenau)
15. Sonntag n. Trin. bis Ewigkeitssonntag. Gütersloher Verlagshaus 1997, S. 95-96
  • Johannes 14,1-10 mit Bezug auf Kap. 16 und Joh 3,14
    Christliche Identität im Johannes-Evangelium
    In: Reinhard Kirste: Die Bibel interreligiös gelesen.
    Interkulturelle Bibliothek Bd. 7.

    Nordhausen: Bautz 2006, S.115-120.124-128

    --- Textauszug:
        Religiöse Identitätserweiterung, aaO S. 121-122 (überarbeitet)

    Vorfassung: Johannes 14,1-7 im Blick auf die Gründung des Ökumenischen Rates 1948.
    In: GottesdienstPraxis Serie A
    ---  (Hg.:  Erhard Domay), I. Perikopenreihe, Bd. 3:

    Kantate bis Israelsonntag. Gütersloher Verlagshaus 2003, S. 142-149
  • Johannes 14, 15-19: Abschied und Tröster
    Zuerst veröffentlicht in: Gottesdienst Praxis Serie A
    ----  (Hg.:  Erhard Domay), V. Perikopenreihe, Bd. 3:

    Rogate bis 3. Sonntag n. Trin. Gütersloher Verlagshaus 1995, S. 26-30
  • Johannes 16,7-8: Der islamische Paraklet
    - eine komplementäre Auslegung
    In: Reinhard Kirste: Die Bibel interreligiös gelesen. Interkulturelle Bibliothek, Bd. 7
    Nordhausen: Bautz 2006, S. 124-126
  • Johannes 20,1-18: Maria Magdalena - neu sehen lernen
  • Apostelgeschichte 1, 1-12 (Himmelfahrt)
  • Apostelgeschichte 2,1-18: Geistes-Gegenwart.
    Anregungen für einen pfingstlichen Schulgottesdienst in der Sekundarstufe I
  • Apostelgeschichte 2,37-47: Geistes-Gegenwart [heute]
  • Apostelgeschichte 8, 26-40: Ein Finanzminister aus Äthiopien
  • Römer 9-11: Juden und Christen
  • Römer 14, 10-13: Kritik - Unterscheidung - Entscheidung
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), II. Perikopenreihe, Bd. 3:
    Rogate bis 11. Sonntag n. Trin. Gütersloher Verlagshaus 1998, S. 104
  • 1. Korinther 1,18-25: Der Skandal - im Kreuz Christi liegt das Heil
  • 1. Korinther 2,12-16: Natürlicher und geistlicher Mensch
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), IV. Perikopenreihe, Bd. 3:
    Kantate bis 9. Sonntag n. Trin. Gütersloher Verlagshaus 2000, S. 55
  • 2. Korinther 4,3-6: Wenn Licht durchscheint
    Vorfassung: 
    GottesdienstPraxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), VI. Perikopenreihe, Bd. 1:
    1. Sonntag im Advent bis Invokavit. Gütersloher Verlagshaus 1998, S. 96-103
  • 2. Korinther 9,6-15: Freizügigkeit und Freiheit des Gebens
    Gottesdienst Praxis Serie A ----  (Hg.:  Erhard Domay), II. Perikopenreihe, Bd. 4:
    12. Sonntag n. Trin. bis Ewigkeitssonntag. Gütersloher Verlagshaus 1998, S. 55
                      Aufgrund des Konflikts,
         
     




  • Hebräer 13,14-16 in Verbindung mit Hebräer 4,9:
    Keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen,
    denn: Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.
    Wir haben hier keinen bleibenden Ort;
    das Grab ist ein Ort der Zeit;
    und der Tod ist nur das Zwischendurch
    zur vorhandenen Ruhe Gottes,
    das DORT, wo nichts mehr weht.




CC