Mittwoch, 26. April 2017

Predigt-Materialien und Gottesdienst-Entwürfe (aktualisiert)

Friedensreich Hundertwasser-BIBEL
Aufgrund jahrzehntelanger Gottesdienst-Tätigkeit in Gemeinde und Schule sind viele Predigten zu biblischen Texten,
Andachten und neue Liturgieformen entstanden.
Sie werden hier in einer
kleinen Auswahl vorgestellt,
dazu thematische Anregungen,
Gebete und Meditationen.

Die fett gedruckten Überschriften
sind bereits mit Links
zu den Texten versehen.
Nach und nach werden
weitere Materialien online gestellt.

Thematisches

Morgenimpulse

Predigttexte und liturgische Anregungen



Dienstag, 18. April 2017

Die dialogische Kraft des Mystischen ---------------- Aphorismen IV

Aus: Reinhard Kirste / Paul Schwarzenau / Udo Tworuschka (Hg.): 
Die dialogische Kraft des Mystischen. 
Religionen im Gespräch, Bd. 5 (RIG 5). 
Balve Zimmermann 1998


Wer
zu verstehen sucht

ist schon
auf dem Wege
zum Herzen des Anderen (S. 79)


In den Worten
klingt ein Ton
schwingt die Saite
wärmt das Herz
Liebe ohne Vorurteil
hat den Klang des Ewigen (S. 249)


Im Beten
wenn die Worte versagen
im Schweigen
wenn Sprache sich auffüllt
zur Kraftquelle des Hier
Jenseitiger Fluss
Wasserkraft dieser Welt (S. 258)



Am Morgen des Abendlandes
saßen sie zusammen
um nachzudenken
mit Herz und Verstand
woher sie gekommen
wohin sie gingen
und Vernunft
und Mystik
fanden nur ein Wort
GOTT (S. 279)



Die beiden Seiten
des Mittelmeeres
Eines
(S. 292)

Steig in die Stille

und sieh
wie die Wellen des Weihers
verstummen
nun sieh
durch den Spiegel (S. 422)


Wer das Schweigen übt
gibt der Sprache Zeit
Wer die Stille hält
öffnet Weisheit Kraft
Weil die Tiefe Quelle ist
und die Macht der Liebe
Harmonien stiftet
lebt der Mystik Dialog (S. 461)

Das Lernen weiten

die Welt entdecken
vor der Vielfalt staunen
der Einfalt absagen
Lernwerkstatt "Welt"
Facetten des Unendlichen
anschauliches Geheimnis 
im Hier und Jetzt (S. 482)

Dialog mit anderen

nicht nur
Horizonterweiterung
sondern
unermesslicher Gewinn
für den
der wirkliches Lernen
sucht (S. 512)


Gruß an Gotthold Ephraim Lessing
Wenn über tausend tausend Jahre
sie schließlich
vor dem Richterstuhle stehen
dann hoffentlich
ja hoffend Licht
dann haben die drei gleichen Ringe
das Wunderwerk
umfassender Versöhnung
 wohl vollbracht (S. 539)


Wenn das Ferne
das Nahe
das Fremde
Eigenes wird
Der Kosmos
die Seele umfängt
das Leben in Gott erwächst
dann ist am Ende 
alles in Allem (S. 559)


Die Bildung des Herzens
kennt keine Grenzen (S. 611)

Identität

das ist nicht 
definitiv
das ist 
infinitiv (S. 613)


Wer bin ich?
Von Innen kommt Antwort
wenn die Zeit 
der Erkenntnis
reift
(S. 630)


Wer bin ich?
Mehr bin ich
bin ich doch
Teil
einer vielfältigen Welt
(S. 639)

"Orient und Okzident

sind nicht mehr zu trennen."
Was Goethe dichtete
ist die Wahrheit
der Seidenstraße
Kulturbrücke Ost - West
gehalten von Asiens Gründen
Wir brauchen sie heute
dringender
denn je (S. 637)


Wer hier
die Enge überschreitet
hofft dort
auf der Begegnung Weite (S. 664)


Wir sehen jetzt
durch einen Spiegel
in einem dunklen Wort
dann aber
von Angesicht zu Angesicht
                                             Paulus in 1. Korinther 13,13 (S. 655)





Aus: Reinhard Kirste / Paul Schwarzenau / Udo Tworuschka (Hg.): 
Wegmarken zur Transzendenz.
Religionen im Gespräch, Bd. 8 (RIG 8). Balve Zimmermann 2004

Glücklich
wer wie Odysseus 
von einer langen Reise
zurückkehrt (S. 164).


Die Alternative
zum Dialog der Religionen
ist der Dialog der Liebe (S. 263)




Freitag, 14. April 2017

Gedanken zu 1. Korinther 1,18-25: Der Skandal: Im Kreuz Christi liegt das Heil

Einleitung
Katholische antiprotestantische vorkonziliare (= vor dem Vaticanum II) Mentalität auf dem Lande:
Der Bauer fährt Mist auf das Feld, und zwar extra
am höchsten evangelischen Feiertag, dem Karfreitag.
Die protestantische Retourkutsche:
Volles Arbeitsprogramm des evangelischen Bauers an Fronleichnam …
Das ist glücklicherweise vorbei …


1.  Protestantische Mentalität in Kirchenliedern
Überwiegende Gedanken: Christus vergoss sein Blut für uns, unser Heil wurde durch sein (teures) Blut erkauft, es ist das Lösegeld (Freikauf), das Sühnegeld für unsere Sünden.
·       ---  Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid
(EG 350, Strophe 1: Leipzig 1638, 2-5:
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf 1739)
·      ---   … Deine Gnad und Christi Blut, machen allen Schaden gut
(EG 484: Müde bin ich geh zur Ruh, Strophe 2)
Dichterin: Luise Maria Hensel, die Schwester des Malers 
Wilhelm Hensel und Schwägerin der Komponistin Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn, wurde am 30. März 1798 in Linum (Brandenburg) als Tochter des dortigen Pfarrers Ludwig Hensel und dessen Ehefrau Johanna Albertina Trost geboren. Sie siedelte nach dem Tode des Vaters mit ihrer Mutter 1809 nach Berlin über. Nachdem sie bereits im Alter von 14 Jahren „heimlich mit Gott einen Pakt“ geschlossen hatte und lange gedanklich und gefühlsgemäß auf der Suche nach der Wahrheit war, konvertierte sie am 7. Dezember 1818 vom lutherischen zum katholischen Glauben mit dem Ablegen des katholischen Glaubensbekenntnisses bei Probst Johannes Ambrosius Taube. (Wikipedia)
·        --- Du hast für mich vergossen am Kreuz dein teures Blut …
   (EG 158: O Christe Morgensterne …, Strophe 3,Leipzig 1579---  Kauftest durch dein Blut uns frei, hat den Tod für uns gelitten    (EG 331: Großer Gott wir loben dich, Strophe 8, kath. Priester Ignaz Franz (Schlesien), 1768

Offensichtlich ist diese Blut-Mentalität nicht unbedingt typisch protestantisch ...


2.  Der Apostel Paulus – Skandal des Kreuzes: 1. Kor 1,17-31
„Das Wort vom Kreuz ist eine Dummheit für jene, die verloren gehen, uns aber, die wir das Heil erlangen ist es eine Gotteskraft … Weil nämlich die Welt in ihrer Ignoranz Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott sehr, durch törichte Verkündigung das Heil anzusagen, und zwar für diejenigen, die das glauben. Er tat es auch deshalb, weil die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen. Wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, für die Juden ein Skandal und für die Griechen Schwachsinn.“
Bei Paulus erleben wir eine Dialektik, einen Umkehrschluss: im Symbol des Todes, dem Kreuz, liegt das wahre Leben.


3.  Theologische Antwortversuche zur Heilsbedeutung der Kreuzigung Christi:
      Opfer, Sühnopfer, Lösegeld, Versöhnung durch Tod, Glaubenszeugnis, Stellvertretung
a.  Gerhard Ebeling: Jesus – extremer Zeuge des Glaubens
„Seine [Jesu] Verkündigung, sein Wirken, sein Weg, seine ganze Existenz zielten darauf ab, als Zeuge des Glaubens zum Glauben [ = an Gott, der Wahrheit des Glaubens] zu rufen und Glauben zu erwecken. Auch und gerade sein Tod gehört zu dieser Zeugenschaft des Glaubens. Dieser Sendung hatte sich Jesus so sehr hingegeben, dass sein Tod die äußerste Erfüllung der Zeugenschaft des Glaubens und somit die Summe seines Lebens war. Wenn man sich nun zu Jesus stellte, so stellte man sich damit zum Glauben.“
Gerhard Ebeling: Das Wesen des christlichen Glaubens. Tübingen: Mohr 1959, S. 68
b.  Dorothee Sölle: Jesus – Stellvertreter eines nicht mehr allmächtigen Gottes
„Die Abhängigkeit Christi als Selbstauslieferung ist der Grund seines Leidens. Christus vertritt den Gott des Lebens nur, er ersetzt ihn nicht. Weil Christus abhängig bleibt von Gott, darum kleidet er und trägt Schmerzen Gottes in der Welt. Jede Form von Lebensersatz füllt die Lücken des Lebens aus und perfektioniert das lückenhafte Dasein. Der abhängige Stellvertreter dagegen hält die Lücke offen, die Gottes Leben darstellt; und eine offen gehaltene Lücke ist konkret Schmerz, der sich nicht schließen und stillen lässt, solange sich Gottes Identität in der Welt nicht bezeugt hat … Die im Evangelium gemeinte Liebe ist nichts anderes als das radikale Eintreten eines für einen unersetzlichen anderen: vorläufige und sich selbst abhängig machende Identifikation. Christus hat sich mit Gott identifiziert und sich selber in die Abhängigkeit davon gebracht, dass Gott zu seiner Identität käme. Wer sich mit Christus identifiziert, der vertritt in der gleichen Weise Gott vor der Welt, leidend und vorläufig.“
Dorothee Sölle: Stellvertretung. Ein Kapitel Theologie nach dem „Tode Gottes“. Stuttgart / Berlin: Kreuz 1965, S. 198f

c.  Martin Luther:     
Jesu stellvertretendes Leiden / Im Tod das Leben gewinnen
„Jesus hat nicht nur während seiner eigentlichen Passion gelitten, sondern sein ganzes Leben war ein Leiden … Er hat das Leiden um unserer Sünden willen auf sich genommen … Aber Christus ist kein passives Opfertier, kein durch den Zorn Gotts hin und her geworfener Gegenstand. Er hat sich nicht nur zum Opfer dargebracht, „er hat sich selbst zur Sünde, zu unserem Opfertier gemacht“ (WA 40 III, 733.1) … Er gibt sich durch eine Willensanstrengung und durch eine freiwillig ins Leiden gehende Liebe zum Opfer hin, weil er mit dem sündigen Menschen solidarisch wird …
(WA 40 III,737.22) …   
Um dieses stellvertretenden Leidens Christi willen und um seiner Fürbitte zu unseren Gunsten willen vergibt uns der Vater und wird mit uns völlig versöhnt … Kreuz und Leiden sind durch seine [Jesu] Unschuld geheiligt worden (WA 40 III,713.33). Es gibt hinfort im Leben und im Sterben des Menschen nichts mehr, was nicht durch Christus geheiligt wäre (vgl. WA 37,59.1 = Predigten 1533/34).         
Aber wie verhält es sich mit dem Tod Christi? Kann man sagen, der Sohn Gottes sei wirklich gestorben? Im eigentlichen Sinn des Wortes ist nur die menschliche Natur eines wirklichen Todes gestorben. Und doch ist es richtig zu sagen, der Sohn Gottes sei getötet worden (40 III, 721.27). Wenn man der Einheit der Person Rechnung trägt, kann man sogar vom Tode Gottes reden. Zugleich muss aber gesagt werden: Christus konnte nicht getötet werden, „weil er selber der lebendige Gott war“ (40 III,721.28).--- Anmerkung. 14 (= deutsche Übersetzung): „Ich sterbe also für euch, doch indem ich sterbe, werde ich leben, weil ich Gott und Mensch bin. Der Tod kann mich beißen und töten, aber er kann mich nicht im Tode behalten“ (WA 40 III,721.29-31).
Marc Lienhard: Martin Luther christologisches Zeugnis.
 Entwicklung und Grundzüge seiner Christologie.
Berlin: EVA 1980, S. 268f.
Zitate aus Martin Luthers Vorlesungen
 über die Stufenpsalmen
 und Ps. 90: 1532; Jesaja 9 und 53 1543/1544; Hosea 13 1545
(WA 40 III).

Verstehensversuche: „Das Kreuz als Heilsereignis“
Am Kreuz werden alle menschlichen Hoffnungen zunächst zunichte. Für die Jünger war mit dem Tod Jesu am Kreuz die eigene Existenz zerbrochen. Die einst ausgesandt wurden, um die Nähe der Gottesherrschaft zu verkünden, gehen in den existentiellen Konkurs. Das Evangelium – eine absolute Fehlinvestition? Wie können Christen hier noch sagen, dass das Kreuz ein Heilsereignis ist?
1.      Der Mensch Jesus bringt all unsere Hoffnungen mit seinem Tod ans Kreuz. Jesus riskierte sein Leben, um damit neue Lebensmöglichkeiten zu eröffnen. Das Kreuz wird zum Symbol, dass unser alter Mensch stirbt und der neue Mensch der Liebe und des Friedens mit dem Ostermorgen Gestalt annimmt.      

2.      Mit der Kreuzigung Jesu steht Gott selbst im Spiel von Himmel und Erde, noch schärfer: Gott setzt sich selbst aufs Spiel. Der Skandal des Kreuzes ist zugleich Anstoß, die Botschaft der Versöhnung voranzutreiben. Jesus als Gottes Stellvertreter erduldete die schlimmste Unmenschlichkeit.
Der Apostel Paulus formuliert das so (2. Kor 5, 14–19):    
„Denn die Liebe Christi dringt in uns. Wenn es nämlich richtig ist, dass einer für alle gestorben ist, dann sind sie im Grunde alle gestorben. Und Christus ist darum für alle gestorben, damit die die leben, nicht nur für sich persönlich leben, sondern für den leben, der für sie gestorben und auferstanden ist. Äußere menschlich übliche Voraussetzungen gelten nun nicht mehr. Auch den Menschen Jesus, den wir gekannt haben mögen, den kennen wir nicht mehr, den brauchen wir auch nicht mehr. Denn wenn jemand in Christus ist, ihn verinnerlicht hat, dann ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, es ist wahrhaftig alles neu geworden. Das hat Gott bewirkt. Gott stiftet Versöhnung. Dafür steht Christus, er ist das Symbol von umfassender Versöhnung. Darum ist uns der Dienst der Versöhnung aufgetragen. Denn Gott war in Christus [auch am] Kreuz. Das Kreuz ist Zeichen der Versöhnung von Gott und Welt. Schuld und Sünde werden nicht mehr angerechnet, sondern vergeben. Das Kreuz ist Zeichen, dass Versöhnung aufgerichtet wurde.“

3.      Das scheinbare Zeichen der Niederlage, das Vorherrschen des Todes und der Unmenschlichkeit wird zum Sieg für das Leben und für Versöhnung. Denn es werden nicht 12 Legionen Engel als Zeichen göttlicher Macht zum Kreuz gerufen (Mt 26,53). Jesus erleidet den Tod. Er fährt aber noch tiefer, in alle Höllen dieser Welt. Hölle, das heißt in die tiefste Tiefe von Tod bringender Wirklichkeit. Die Höllen haben bis heute nicht aufgehört zu bestehen, aber die Höllenfahrt Jesu ist zugleich Signal, dass auch die letzte Hölle vor dem Kreuz kapitulieren muss.       

4.      Karfreitag ist nicht ohne Ostern zu denken. Allerdings würde der Todestag Jesu  zur Farce, wenn man sich der Auferstehung sicher ist. Aber selbst mit der Auferstehung lassen sich die Risiken des Glaubens nicht absichern, denn wie kann man heute Ostern aktuell verstehen? Jesus hat in Gottes Namen das Leben gegen die Vernichtung gesetzt. Das ist der Grund der Osterfreude. Das darf man schon an allen Karfreitagen dieser Welt bekennen.
Reinhard Kirste

Karfreitag, 14.04.2017 --- Relpäd /1 Kor 1,18-25 
CC

Dienstag, 28. März 2017

Anregungen für Compassion, Mitgefühl und Empathie im täglichen Leben

Charter for Compassion

© Darius Strazdas | Dreamstime.com - Pine trees

Hold on to what is good,
Even if it's a handful of earth.
Hold on to what you believe,
Even if it's a tree that stands by itself.
Hold on to what you must do,
Even if it's a long way from here.
~Pueblo Prayer

Some Thoughts for Adopting Compassion In Our Daily Life

Community connection 
Recognize all of the levels of community, but start at home. 
Your own family is your closest circle of community. 
Start talking to those closest to you, of all ages, 
with a practice of sharing ideas and beliefs in an open-minded, 
opinion-based manner. 
Look for similarities, and practice agreeing to disagree. 
Then take this practice out into other levels
— into neighborhoods, towns, cities, counties, and states. 
Expand this idea of community both nationally and globally.

Communication
Practice respectful, “I statement” language and learn
how to agree to disagree. No one likes to be judged 
for what they believe or to feel attacked. 
Owning your opinion while communicating 
allows for dialogue and debate instead of argument and conflict.

Honesty and Accountability
Be honest with yourself and others about what you feel 
you could have done better up until this point. 
Then, in the areas you have fallen short, take action. 
 Even making a point to pick an issue and thoughtfully, 
respectfully communicate your opinions to your elected officials 
via phone, letter, or email 
just once a week is a proactive, positive action.

Passion 
Take inventory of what inspires you and act upon it. 
Make a list of everything you can think of that inspires positive feelings 
within you or that you feel passionate about. 
Pick a few of those things and research needs or initiatives in that area.

Commitment 
We will never be united and find any sense of peace 
if we do not make a commitment to stay engaged and active
in the democratic process.

Let’s all take a moment today and offer one small step
toward a better tomorrow. 
Let’s offer one small step to ourselves, 
our children, and our grandchildren.


Adapted from author: Cyndy Dalton


New Books by Charter of Compassion  - Global Compassion Council Members
Into the Magic Shop by James Doty.  
Now in paperback.
The award-winning New York Times bestseller about the extraordinary things
that can happen when we harness the power of both the brain and the heart.
Growing up in the high desert of California, Jim Doty was poor,
with an alcoholic father and a mother chronically depressed
and paralyzed by a stroke. 

Today he is the director of the Center for Compassion and Altruism Research 
and Education (CCARE) at Stanford University, 
of which the Dalai Lama is a founding benefactor. 
But back then his life was at a dead end until at twelve he wandered
into a magic shop looking for a plastic thumb. 
Instead he met Ruth, a woman who taught him a series of exercises
to ease his own suffering and manifest his greatest desires. 
Her final mandate was that he keep his heart open
and teach these techniques to others. 
She gave him his first glimpse of the unique relationship
between the brain and the heart.

From Hero to Healer by Robin Youngson
In Robin's own words: I'm a practising doctor in New Zealand
and an internationally renowned leader in compassionate healthcare.
I really care about building a better world. 
Here's the question that really bugs me:
'Despite our persistent efforts, and high-profile campaigns
involving millions of people, why are we not making more progress
on social and environmental issues? 
We are witnessing more poverty, more inequality, 
more chronic disease, more social breakdown, worsening pollution, 
and ever-increasing carbon emissions?' 
Could it be that the strategies we employ as activists 
are actually sustaining the problems we're trying to address?
As honestly as I can, I share with you the five BIGGEST mistakes 
I made in a decade of campaigning, and how my counter-intuitive 
new strategies led to international success.

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and partners and help with initiatives that are addressing human rights,
homelessness, hunger and campaigns that are resulting
in challenging healthcare and environment efforts.  
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Samstag, 18. März 2017

Hasan Askari: Wahrnehmung - Bewusstsein - Vision

Texte aus:

Alone to Alone. From Awareness to Vision.
Leeds (UK): Seven Mirrors 1991
Übersetzt und abgedruckt in:
Reinhard Kirste / Paul Schwarzenau / Udo Tworuschka (Hg.): 
Interreligiöser Dialog zwischen Tradition und Moderne.
Religionen im Gespräch, Bd. 3 (RIG 3). Balve: Zimmermann 1994


Der Namenlose Eine
ist auch in den ungenannten Tiefen deiner Seele

sowie in den Weiten des Universums (S. 24)

Sei wie einer

der aus der Dunkelheit des Brunnens
gezogen und dann
ans Licht gehoben wird. (S. 43)




Vertausche das Irreale
mit dem Realen
das falsche Gold
mit dem wahren Gold
das Ich mit dem Selbst
das Selbst mit Gott (S. 160)

"Bist du ein Muslim"? 
"ich bin weder Jude, Christ, noch Muslim", sagte er.
Und dann zeigte er auf einen Baum am Rande der Straße,
und er sagte:
"Ich bin ein Baum."
"Wer bin ich dann?" forschte sein Begleiter nach.
"Nun fängst du an zu verstehen." (S. 177)

Umgeben vom Geheimnis des Kosmos
und in sich selbst
das Geheimnis der Seele tragend
sehen wir auf die Welt
und sehen in das Gesicht jedes Anderen (S. 216)

Humanität heißt:
Im Gleichgewicht zwischen Göttern
und Erdenwesen zu sein (S. 242)


Das Wichtigste ist
sich zu erinnern,
dass die All-Seele
umfassend
sorgend ist (S. 323)
Das Nicht-Authentische
und Irreale
hängt von unserem Wachsein ab
So hüte dich vor dem
was dein Wachsein hindert (S. 336)

Beide
die Idee
und die Form
konstituieren
eine Realität
welchen Namen
man ihr 
auch immer geben mag (S. 373)

Beides
die individuelle Seele
und diejenige des Kosmos
sind eine allgegenwärtige Einheit (S. 410)

Es sollen die Erbauer
aus allen Richtungen kommen
jene die die Kleider
von Rasse und Religion
abgelegt haben
Sie mögen kommen
in Demut gehüllt (S. 424)

Muslime dachten, dass Kabir ein Muslim war,
Hindus betrachteten ihn als Hindu ...
Als die Stunde seines Todes herankam,
fragten ihn die Muslime,
ob er beerdigt werden möchte.
Er erwiderte:
"Wenn ihr mich findet".
Hindus fragten ihn,
ob er verbrannt werden wollte.
Er erwiderte:
"Wenn ihr mich findet".
Als der Augenblick kam,
schloss er sich in seinem Zimmer ein.
Als es geöffnet wurde,
lagen Blumen auf seinem Bett. (S. 428)

Sehen wir wirklich den Himmel,
wenn wir das Fenster öffnen?
Sehen wir wirklich den Spiegel des Anderen.
wenn wir die Gesichter zueinander wenden? (S. 459)

Rede ist das Echo des Gedankens
in der Seele
Und der Gedanke in der Seele
ist das Echo von weither (S. 477)

Der Kosmos ist selbst
ein gleichgestimmtes Ganzes.
Weites ist nah.
Das Universum ist kein seelenloses Haus. (S. 510)

Wir sind der Überzeugung,
dass wir mehr als Körper sind.
Auf solche Weise 
sind wir mit dem ganzen Universum
verbunden in der Sprache 
einer universalen Sympathie
Sie ist auch die Basis dessen
was wir von unserer Welt
erfahren und wissen 
                            (S. 10, Aus der Schule der Mystiker)


Einleitung zum Buch "Alone to Alone"
(S. X-XI)