Samstag, 19. April 2014

Oster-Stundenschlag am Ende der Nacht



Der Tod hat seine eigene Zeit,
er schlägt zu 
auch am Tage der Nacht.

Der Tod nimmt den Menschen hinweg
aus der messbaren Zeit,
er kündet das Ende,
und dennoch stellt sich schon ein Signal
auf das Jenseits der Zeit.

Gewiss -
jeder Karfreitag ist Todes Zeit
durchdröhnt von den Hammerschlägen
der Nacht – 

Aber der Stundenschlag
hinter der Nacht heißt Ostern
- morgende Lebenszeit
auf dem göttlichen Zifferblatt.
weisen die Zeiger nach dort -
in die Ewigkeit – universell –



Die Nähe des Todes spüren.
Wenn ein Mensch geht
weg von uns Zeitlichen
heißt es zugleich,
er geht zu den Ewigen.

Auch im Tode ist Gott,
aber der Tod ist nicht Gott,
sondern Gott ist unter dem Tod.
Er hebt die Toten ins Leben –
in göttliches Leben –
geheimnisvoll angebrochen
an jenem Morgen,
als das Grab leer war.

Und das Leben erschien
gegen die Trauer
in neuem Licht,
im Lichte des Ewigen.

Jedes Mal wenn der Tod zuschlägt
sanft oder hart
schlägt eine neue Stunde.
Es ist bereits 
die Glocke zur Ewigkeit
Sie beginnt heute und hier –
und ruft ins Danach.

Keiner bleibt ausgenommen:
Der Auferstandene,
hat die Uhrzeiger
auf ewiges Leben gestellt.