Samstag, 24. Dezember 2016

Stern in der Nacht - Gedanken gegen den Terror

Es gibt Orte auf dieser Welt,        da gibt es nicht einmal mehr Futterkrippen, um ein Kindchen hineinzulegen.              Und das Verbandszeug
fehlt
 für die Wunden, und Windeln sind auch keine da.
Aus den Trümmern der Städte
steigen die Rauchsäulen des Todes.
Dort wo der Hass
zur Lebensmaxime geworden ist,
haben der Schmerz und der Tod
ein grausames Regiment
übernommen:
Nahost, Europa, Afrika      
wo eigentlich nicht?          
Friedliche Städte    
heimgesucht von den
Querschlägen der Hasser
Wer schenkt da noch den Symbolen des Friedens
wenigstes etwas Glauben?

Doch die Geschosse des Todes
können die Botschaft
nicht wegbomben:
Hinein in die Nacht 
der Verzweiflung
kommt lichtende Kündung –       
der An-Schein des neuen Tages,
mehr noch – der neuen Zeit. 
Es ist ein Licht,
das den Schmerz nicht verdrängt,
nicht verschweigt.
Es ist ein Stern,
der bereits Strahlen des Kreuzes trägt.
Dieser Stern wird zum Ehrenzeichen -

nicht der kämpfenden Helden,
sondern aller barmherzigen Samariter
- mitgehender Stern, 
Leuchtzeichen gegen die Gewalt,
gegen Scharfschützen und Bombenleger,
erleuchtet himmlische Menschlichkeit.

            Der Stern der Erlösung,
            Das Feuer ewigen Lebens. 
            Die Strahlen ewigen Weges
            Der Stern ewiger Wahrheit.         
                                   (Franz Rosenzweig) 
          
Das ist der Morgenstern
Er leuchtet bereits
aus den Gesichtern der Liebe.
Durch ihn wird es Tag.
Seine Strahlen
künden Neuwerdung,
der alten Ordnung: 
Es ist die göttliche Schöpfung     
mit dem Strahlenmuster der Liebe.

24. Dezember 2016

CC