Donnerstag, 9. Juli 2015

APHORISMEN I



"Engel - Elemente - Energien"
aus "Religionen im Gespräch“, Bd. 2  (RIG 2), 1992


vgl. APHORISMEN II

             

          
 S. 10:    Ich bin Energie 
              nur durch Kräfte
             die mein selbst verwandeln
             Atman, Geist und Logos
             sag Chi, auch Qi
             es ist deine Energie
             und mehr als deine Energie  

S. 24:    Der Blick in die Weite
             setzt die Mühe vorraus
             Berge zu besteigen
S. 65:    Nur wer sich mit-teilt
             begegnet der göttlichen Tiefe
             Nur wer sich losläßt
             findet im Fremden sich selbst
S. 79:    Als sie der Turbulenz der Städte entgingen
             den schwarzen Stein und Salomons Tempel
             hinter sich ließen
             hatten sie nichts mehr
             und waren doch alles
             vor Gott
S. 106:  Wer meint
             jenseits des Meeres wohnen die Wilden
             sollte in sein eigenes Herz sehen
             Wer das Gold sucht und nicht die Liebe
             der wildert schon
             und sät für Tausende und Abertausende
             nur Tod
S. 116:   Die eine Wahrheit
             hat viele Wohlgerüche
S. 157:   Rätsel lassen sich lösen
             Geheimnisse bleiben Geheimnis
             Der wahrhaft Wissende
             versteht das Geheimnis
                                          S. 268:  Nur der Engel weiß
                                          wer ich bin
S. 281:  Wenn dem Menschen
             sein Engel begegnet
             weht in der Seele
             Himmlisches
S. 349:  Das von selbst erstrahlende göttliche Licht
             zieht uns empor
             und lässt uns dort verweilen
                                                                  Rigveda-Anklang
                                S. 360:  Sie sind
                                                             und sind doch nicht
                                              die Engel
                                            ohne sie
                                                                  würdest du deinen Fuß
                                                                         an zu vielen Steinen stoßen
S. 372:  Die Kräfte der Seele
             die Kräfte des Kosmos
             Universum in dir
             achte die Mächte
             in dir
             sonst erwächst dir Drohendes
             entdecke die Vielfalt innen
             und die Götter
             überschreiten sich selbst
S. 390:  Der Weg -
             allein nicht zu finden -
             Begleiter
             in den Stromschnellen der Krise
             setzen über -
             durch’s Zwischen
             erreicht
             der Pilger das Ziel
S. 411:  Mythen kann man erklären,
             wer den Mythos erklärt,
             hat der ihn verstanden?
             Wer Teil hat an Wissenschaft,
             hat der Wissen?
             Wer nach Bedeutung fragt,
             was hat er gedeutet?
S. 412:  Der Worte sind viele
             die Riten verschieden
             die Wege verschlungen
             am Gipfel
             treffen sich alle
S. 415:  Alle Unterschiede der Religionen
             können nicht darüber hinwegtäuschen
             dass der Mensch immer schon
             Gott-Beschenkter ist
S. 424:  Befreiung kennt
             keine Grenzen
             die Befreiten
             überschreiten die Grenzen
             von Konfession
             von Religion
             dennoch
             dankbar nehmen Befreite
             die Kraft
             aus den Wurzeln der Tiefe
             die Unterdrückten aller Zeiten
             versenken sich
             in den Urgrund göttlicher Liebe
             sie hat schon längst
             die Grenzen vergessen
S. 440:  Sich als Geschwister des unendlich Einen
             entdecken
             macht den Blick frei
             für die friedvolle Vielfalt
S. 442:  Den Friedensmachern ist in allen Religionen
             Segen verheißen
             außerdem -
             Das Risiko der Liebe
             kennt keine Schranken
S. 454:   Nur wer das Fremde sucht
             findet das Eigene
S. 463:   Fundamente sind keine Mauern
             sondern Basis
             für Aufbrüche
S. 478:   Es gibt Zeiten
             da kann das geschulte Ohr
             den Ruf des Muezzin nicht
             vom Glockengeläut unterscheiden
S. 484:  Selbst die Kuh entdeckt
             dass das Gras hinter dem Zaun grüner ist
             wozu also der Zaun?
S. 486:  Der eine Wahre
             der wahre Eine
             läßt sich nur
             vielfältig preisen
S. 492:  Wenn das viele in eins fießt
             ist das Gefälle zum Göttlichen
             offenkundig
S. 525:  Wenn schwarz und weiß
             gleich-gültig ist
             wenn gelb und rot
             nur Farben sind
             wenn Rasse nicht mehr Schule macht
             ist Pädagogik
             Hoffnungspunkt
             für alle Künftigen
S. 548:  Die Bergpredigt Jesu ist die Mutrede
             gegen die Grenzen des Christentums
             noch bevor es begann
S. 631:  Wer Grenzen überschreitet
             sollte zuvor
             die Sprache der Liebe
             gelernt haben
S. 659:  Ich starb als Mineral
             um Pflanze zu werden.
             Ich starb als Pflanze, um Tier zu werden.
             Ich starb als Tier, um Mensch zu werden.
             Ich werde als Mensch sterben,
             um in Engelsgestalt aufzusteigen.
             Weiter, weiter werde ich gehen.
                                                  Reshad Feild: Das atmende Leben.
                                                  Wege zum Bewusstsein. München: Diederichs 1989, S.77
S. 674:  Im Urbild
             wirst du dich finden
S. 714:  Wo sich damals kündet
             aus den Höhlen der Berge
             wo Künftiges fließt
             aus den Brunnen der Tiefe
             wo sich Gotteskraft
             in Engel formt
             nimmt das Himmlische
             Gestalt geschenkter Fülle an